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Wenn sie kein Wasser haben, dann sollen sie Wein trinken!

Im Rahmen dieser Arbeit wird die umfassende Exploration einer Kellergasse im Weinviertel, welche stark von der Tradition des Zusammentreffens geprägt ist, behandelt. Im Fokus stehen die unterschiedlichen Schnittstellen der darin liegenden Systeme.

Die Keller, die weite Teile Österreichs durchziehen, faszinieren durch ihre Menschengemachtheit. Sie sind von Hand geschaffene Höhlen, entstanden durch körperliche Anstrengung und instinktives Graben. Dieser, für heutige Verhältnisse scheinbar einfache Akt, steht im Kontrast zu seiner tiefgreifenden Komplexität. Die Vorstellung regt zu einer Reflexion über die eigene Wahrnehmung an.

Es wird die Gelegenheit ergriffen, in Baierdorf, Marktgemeinde Ravelsbach, ein Presshaus, einen Erdkeller und das umgebende Gelände zu nutzen. Dies ermöglicht, den Ort bis zu einer potenziellen Revitalisierung zu verwenden, zu gestalten und wieder zu verlassen.Angesichts fehlender Infrastruktur, wie Strom und Wasser, bieten sich Interventionen an, die als symbolischer Ausdruck für moderne Komfortbedürfnisse stehen. Sie sollen nicht nur funktional sein, sondern auch anregen, über den Wandel menschlicher Sichtweisen, Bedürfnisse und Ansprüche nachzudenken.Mit Interventionen wird angestrebt, diesen Ort durch die daraus entstehenden Veranstaltungen und Diskussionen temporär wiederzubeleben. Für diesen Zeitraum wird ein großer Teil der Arbeit nach Niederösterreich verlagert, um in direkten Kontakt mit der örtlichen Gemeinschaft zu treten.Die künstlerische Tätigkeit dient als Werkzeug, um die Bedeutung der innewohnenden sozialen Tradition hervorzuheben und einen aktiven Dialog mit dem öffentlichen Raum und dessen Mitmenschen über seine Werte zu fördern.
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