Das Forschungsprojekt „Reshaping Paper and Plastic Waste“ widmet sich der experimentellen Erforschung von Papier- und Kunststoffabfällen als gestaltbares Ausgangsmaterial. Im Zentrum stehen offene, prozessorientierte Untersuchungen, die sich mit Umformung, Verdichtung und Schichtung dieser Materialien beschäftigen.
Durch manuelle und maschinelle Experimente werden die materialimmanenten Eigenschaften – wie Struktur, Flexibilität, Transparenz, Festigkeit oder Oberflächenwirkung – freigelegt und neu interpretiert. Der Forschungsansatz versteht Abfall nicht primär als ökologisches Problem, sondern als formbares Material mit eigenständiger ästhetischer und konstruktiver Qualität.
Ziel des Projekts ist es, neue Materialzustände, formale Ausdrucksweisen und gestalterische Anwendungen zu entwickeln. Der Fokus liegt auf dem Erkenntnisgewinn durch praktisches Experimentieren sowie auf der Dokumentation von Prozessen, Fehlversuchen und Transformationen als integraler Bestandteil der Forschung.
Die im Projekt entwickelten Materialexperimente wurden exemplarisch im Frauenpreis 2025 umgesetzt. Die Gestaltung des Preises überführt die erforschten Umformungs- und Kombinationsprozesse von Papier- und Kunststoffabfällen in ein konkretes Objekt und macht die gestalterischen Potenziale der experimentell entwickelten Materialzustände sichtbar.
Projektteam:
DI Elisabeth Kofler
Frithjof Haupt BSc
Stefan Guttmann