STEINPUDERPASTE
Jeder Entwurfsprozess ist eine Kette von Transformationen: eine Erfahrung wird zur Bewegung, die Bewegung wird zur Linie, die Linie zum Draht, der Draht zum Gipsvolumen. Doch was geschieht in den Zwischenräumen? Was entgeht uns, wenn wir nicht mit all unseren fünf Sinnen entwerfen?In diesem Semester begeben wir uns auf eine sinnliche Erkundung des dreidimensionalen Gestaltens, inspiriert von Michel Serres‘ Die fünf Sinne. Serres argumentiert, dass der westliche Denktradition den Tastsinn, den Geruch, den Geschmack und das Gehör zugunsten des Sehens vernachlässigt hat – doch gerade diese „niederen“ Sinne sind es, die uns die Welt als widerständige, rauschende, lebendige Wirklichkeit erfahren lassen.
Das zentrale Material dieses Semesters ist Gips. Es ist ein mineralischer Rohstoff der durch Brennen entwässert und zu Pulver weiter verarbeitet wird. Er riecht im Nassen Zustand, fühlt sich kühl und schwer an, entwickelt beim Abbinden Wärme und ist im getrockneten Zustand porös. Gips ist ein Material der Verdichtung: Aus Pulver und Wasser entsteht eine formbare Paste, in die sich jede Geste einprägt und festgehalten wird.
Kern Christian
Thaler Lukas
Titze Gregor
Neulinger Jakob
Mahler Ruben
Pöll Anna Theresa
Scholz Sebastian
Pichlbauer Johanna
Georgieva Monika
Fröhlich Nora
Lyutakov Lazar
Bruckner Christoph
Schillinger Klemens
Gamser Bianca
Reichel Marie
Haugeneder Julia
Auersperg Nicoletta
Baseta Efstathia Eleni